Familienleben

Väter in Elternzeit haben es oft nicht leicht

Vereinbarkeit von Familie und Beruf fällt Männern schwer

Vereinbarkeit von Familie und Beruf fällt Männern schwer

Richtig stressig wird es oft erst hinterher - wenn die Männer auf den Geschmack gekommen sind und sich am liebsten aus der Kinderbetreuung nicht wieder ausklinken würden. Wenn Beruf und Familie unter einen Hut gebracht werden müssen, haben sie das typische "Vereinbarkeitsproblem", das bislang vor allem bei Frauen zu beobachten ist. Gerade Männer mit kleinen Kindern seien verstärkt burnoutgefährdet, sagt Matthias Ochs.

Volker Baisch ist trotz allem optimistisch. "Die Zahl der Väter in Elternzeit wird steigen. Vielleicht sind es nächstes Jahr schon 20 Prozent." Viele Arbeitnehmer werden nach seiner Beobachtung selbstbewusster, was das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht. Und auch in den Unternehmen gebe es einen Wandel: Die Blockierer seien oft die älteren Vorgesetzten über 50, die selbst ein anderes Rollenverständnis gelebt haben. "Aber da wächst eine neue Generation heran", sagt Baisch.

In den Unternehmen muss sich noch mehr ändern

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt für Männer nach der Überzeugung von Prof. Hartmut Kasten auch künftig ein Problem. Vernünftig wäre aus seiner Sicht, wenn es Gleichstellungsbeauftragte für Männer gäbe, die sich gerade um solche Fragen kümmern. "Und Männern, die das machen, sollte am Arbeitsplatz ausdrücklich Anerkennung gezeigt werden", rät der Familienforscher aus München. Die Angst vor der Elternzeit sei aber nicht nur mit Sorgen um die Karriere, sondern auch mit der um die Haushaltskasse zu erklären.

Quelle: dpa
Fotos: dpa

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