Frauen verdienen weniger - und wissen das auch!

Frauen verdienen weniger - und wissen das auch!

von Marie Antoinette am 03.09.2009

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Immer wieder liest man in den Zeitungen, dass trotz gleicher Qualifikation das Einkommen von Frauen deutlich unter dem Einkommen der Männer liegt. Und die meist MÄNNLICHEN Redakteure und Kommentatoren rätseln dann, was das bedingt. Liegt es daran, dass Männer immer noch als "Ernährer" der Familie gehandelt werden und daher mehr Geld zugesprochen bekommen, zumal wenn Sie Kinder haben? Oder liegt es daran, dass Männer sich einfach "mehr trauen" und die Gehaltserhöhungen nachdrücklicher einfordern? Ich selbst kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und muss sagen: dass ich als Frau weniger verdiene als meine männlichen Kollegen, obwohl ich die besseren Abschlussnoten hatte, weiß ich selbst wohl am besten; aber wichtiger ist, dass ich nur selten eine Motivation verspüre, das zu ändern! In einem Berufsratgeber für Frauen habe ich einefluchenyse gefunden, die voll und ganz auf mich zutrifft: "Karriere" und "Erfolg" wird von Frauen meist NICHT nach der absoluten Machtposition gegenüber anderen und nach Geldwert bemessen, sondern nach sog. "Gestaltungsmacht"! Nach dem guten Gefühl, kreativ sein zu können und zu hervorragenden Ergebnissen beizutragen. Nach dem Arbeitsklima, nach dem Umgang in der Firma, nach dem "Wohlfühlfaktor". Das ist sicherlich auch der Grund dafür, warum ich gegen den Rat der meisten männlichen Freunde sehr früh eine Top-Stelle verlassen habe, weil ich die "Unternehmensethik" nicht teilen konnte. Und warum ich bei einem Vorgespräch zum BWL-Studium von einem Prof. gesagt bekam: "Leute wie sie, die sollten sich lieber gleich arbeitslos melden! Wer so kommunistisch ist wie Sie, der ist doch für die freie Wirtschaft nicht tragbar!" Na gut, dachte ich mir da, und habe Geschichte und Theologie gemacht. "Brotlose Kunst", wie mein Vater kritisierte. In der freien Wirtschaft arbeite ich dennoch. Und bin zufrieden. Gerade WEIL ich nicht die Chefin bin oder den Zwang verspüre, mich jeden Tag beim Mittagessen in der Führungsgruppe nur über "mein Auto, mein Haus und meine Yacht" zu unterhalten ...

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Kommentar von elle erstellt am 07.09.2009 09:44:14

Ich habe neulich auch gelesen, dass Frauen dewegen nicht in Führungspositionen sind, weil sie im Beruf eben nicht die Macht anstreben, sondern die persönliche Entfaltung. Mir leuchtet das ein und ich würde auch lieber möglichst kreativ, frei und selbständig arbeiten als 20 Mitarbeiter führen zu müssen.

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